managerSeminare, Februar 2009

Linker Haken für die Karriere

Wer sich beim Boxen im Zweikampf übt, baut nicht nur Adrenalin ab und Muskeln auf, er trainiert auch Konzentrationsfähigkeit, Mut und Disziplin. Von diesen positiven Nebenwirkungen des Kampfsports können auch Führungskräfte profitieren – und zwar ohne gleich zum Hobbyboxer werden zu müssen. Crash-Kurse in Boxen, Taekwondo oder Aikido versprechen Impulse für den beruflichen Erfolg.

Es geschah vor 20 Jahren im New Yorker Stadtteil Brooklyn: Um einen heftigen Streit auszutragen, stiegen die CEOs zweier verfeindeter Versicherungskonzerne im legendären Gleason's Boxclub in den Ring. Beide hatten sich dafür sechs Monate lang von Profis trainieren lassen. Nach dem Kampf war die Wut weg. Die beiden Kampfhähne, die sich im Vorfeld angeschrien und im Besprechungszimmer fast an die Gurgel gegangen waren, übten sich im Schulterschluss.

Das ungewöhnliche Spektaktel, das über 1.000 Zuschauer angezogen hatte, legte laut Legende den Grundstein für das „White Collar Boxing“ – den Boxkampf der Schlips- und Hemdenträger. Vor einigen Jahren ist der Trend aus den USA über den Londoner Real Fight Club nach Deutschland geschwappt. Seitdem trainieren auch hierzulande Banker, Ärzte und Anwälte an Sandsäcken oder mit Sparringspartnern – in der Boxfabrik München etwa, im Kölner SC Colonia 1906 oder beim White Collar Boxing Club in Hamburg.

Gekämpft wird in den Clubs vor allem für die Karriere. Unter anderen werden laut den Anbietern Selbstdisziplin, Konzentration und Durchsetzungsvermögen trainiert. „Im Kampf steckt vieles, was sich auf das tägliche Leben anwenden lässt: Austeilen und Einstecken, Hinfallen und wieder Aufstehen“, heißt es etwa beim Hamburger White Collar Boxing Club. Die Philosophie des Kämpfers sei es, sich nicht einschüchtern zu lassen, sondern für seine Ideale einzustehen. Dies gelte im Ring, aber auch im Büro.

Kampfgeist wird im Job wichtiger

Wer als Führungskraft durchschlagende Aha-Erlebnisse im Faustkampf sucht, muss jedoch nicht gleich einem Boxclub beitreten. Es gibt auch Managementseminare und Einzelcoachings, die auf Elemente des Boxens oder fernöstlicher Kampfkünste setzen. „Bereits ein Crashkurs liefert wichtige Impulse“, ist Prof. Dr. Peter Schettgen, Leiter des Zentrums für Wissenstransfer und Weiterbildung (ZWW) der Universität Augsburg, überzeugt. Er selbst bietet ein- bis zweitägige Aikido-Trainings an. Am Beispiel der japanischen Kampfkunst verdeutlicht er dort vor allem den souveränen Umgang mit Konfliktsituationen.

Die Crashkurse richten sich sowohl an einzelne Manager als auch an Gruppen. Vor allem Großunternehmen schicken ihre Führungskräfte und Teams gerne in den Ring oder auf die Matte. Ein Grund für den aktuellen Popularitätsschub ist die breite und mittlerweile meist positive Berichterstattung über das Managerboxen in den Medien. Es ist hoffähig geworden. Aber auch die härter gewordenen Zeiten treiben mehr Manager zum Kampfsport, sind die Anbieter überzeugt. „Es ist heute nicht mehr so leicht erfolgreich zu sein“, erklärt Taekwondo-Großmeister und Seminaranbieter Alfred Gehlen. „Jeder merkt, dass er für die Dinge kämpfen muss, die ihm wichtig sind.“

Gehlen hat das früh am eigenen Leib erfahren: Als Jugendlicher betrieb er im Hotel seiner Eltern eine Disco. Von eher kleiner und leichter Statur konnte er sich gegen pöbelnde Halbstarke nicht durchsetzen. Er sah sich vor der Wahl: den Job aufgeben oder lernen, sich effektiv zu verteidigen. Gehlen entschied sich für den zweiten Weg und trainierte Taekwondo. Er schaffte es bis zum 7. Dan und in die Hall of Fame in den USA. Im Rückblick bemerkte er: Die Kampfkunst hat ihm viel mehr gebracht als nur körperliche Schlagkraft. Gehlen: „Der Sport hat mich innerlich gestärkt, mir ist deutlich geworden, für welche Werte ich stehe und zu kämpfen bereit bin.“ Seine Erkenntnisse will Gehlen weitergeben, seit fast 20 Jahren schon bietet er Kurse für Manager an.

Rückmeldungen kommen direkt

In diesen bringt Gehlen den Teilnehmern erste Handgriffe und Abwehrtechniken einer Kampfsportart bei, die er selbst entwickelt hat. Als Sparringspartner steht ein Team erfahrener Kampfsportler bereit. Schon nach kurzer Zeit sind die Seminarteilnehmer in der Lage, einen Angreifer auf die Matte zu werfen. Dennoch stehen die Kampftechniken an sich gar nicht im Vordergrund. Es geht nicht darum, Kampfsport zu erlernen. Es geht darum, durch den Kampfsport zu lernen.

Der große Pluspunkt des Kampfsports ist es, dass die Teilnehmer im Gegensatz zum Beruf die Rückmeldungen auf ihr Verhalten ganz direkt und unmittelbar bekommen, erklärt Gehlen. Wenn beispielsweise ein Manager über die Köpfe seiner Mitarbeiter hinweg entscheide, merke er meist erst viel zu spät, dass er sie auf diese Weise frustriert. Für die unterschwelligen Signale sei er oft blind. Beim Kampfsport hingegen kann nur derjenige siegen, der seinen Gegner stets genau beobachtet. „Wenn ich glaube, ein Angreifer tritt mich, aber er haut mich auf den Kopf, dann hat das im Kampf böse Folgen“, verdeutlicht der Trainer.

Mit seinen Übungen zeigt der Großmeister den Teilnehmern zum Beispiel auch, was es bedeutet, in komplexen Situationen Entscheidungen treffen zu müssen. Gehlen: „Sobald ich den Teilnehmern mehrere Techniken beigebracht habe, wird es für sie schwieriger.“ Denn dann können sie nicht länger jedem Angreifer mit derselben Methode begegnen. Vielmehr brauchen sie Mut, um zu ihrer Entscheidung zu stehen und einen einmal gefassten Entschluss konsequent durchzuziehen. Diese Lektion hat Gehlen bereits vielen Managern beigebracht. Zum Beispiel Führungskräften aus dem Volkswagenkonzern, wo sein Seminar als „Schwarzgurt-Managerseminar“ bekannt und beliebt ist. Oder Managern von Daimler, Philips, Bosch, Siemens und Tui – Gehlens Referenzliste ist lang.

Beim Boxen kann sich niemand verstellen

Den Weg in die urige Boxklitsche von Coach Kai Hoffmann fand unter anderem eine Gruppe von zehn Führungskräften der Otto Group. Jeder einzelne von ihnen stieg dort mit dem in Philosophie und Psychoanalyse promovierten Boxexperten und ausgebildetem systemischen Coach in den Ring. In einem Crash-Kurs brachte ihnen Hoffmann Schlagtechnik, Verteidigung und die richtigen Schrittfolgen bei. Was sie gelernt hatten, galt es beim Sparring zu zeigen. Dabei merkten sie schnell: Boxen erfordert Mut. Waren sie zu zögerlich, wurden sie vom Coach gereizt und fingen sich erste Treffer ein. Preschten sie dagegen energisch vor, mussten sie mit Gegenwehr rechnen – konnten sich aber auch Respekt verschaffen.

„Einer von uns hat ein blaues Auge davongetragen. Der war der große Held“, erzählt Jürgen Bock, Bereichsleiter Unternehmens- und Kulturentwicklung und Leiter der Otto Group Academy, der das Training ausgesucht hatte. Schwierigkeiten, den archaischen Faustkampf mit einer modernen Unternehmenskultur in Verbindung zu bringen, sieht er nicht: „Es geht ja nicht darum, jemanden k.o. zu schlagen, sondern um den Transfer.“ Die große Frage laute: Wie weit bin ich bereit für meine Ziele zu gehen? Lasse ich mich gleich vom ersten Kritiker wegpusten oder komme ich über den Widerstand hinaus? „Beim Boxen kann man sich nicht verstellen. Man wird schonungslos entlarvt“, ist er nach seinen Erfahrungen im Ring überzeugt.

„Wer boxt, zeigt seine Psyche“, bestätigt Kai Hoffmann. „Wie jemand im Ring auftritt, so verhält er sich meist auch in anderen herausfordernden Situationen.“ Die Kampfsituation setzt der Box-Coach daher vor allem als diagnostisches Element ein. Ebenso wie Seminaranbieter Alfred Gehlen sieht er den großen Pluspunkt des Kampfsporttrainings darin, dass dieses auf das direkte Erleben zielt. So könne ein Klient beispielsweise bei der Arbeit mit seinem inneren Team sofort spüren, wie es sich anfühlt, wenn der Risikofreudige in ihm boxt, der Disziplinierte oder der Zögerliche. Zudem gibt das im Ring Erlebte Stoff für das nächste Coaching-Gespräch. Auf diese Weise können alte Denk- und Handlungsmuster effektiv durchbrochen werden, ist Hoffmann überzeugt.

Unerwünschte Verhaltensmuster können bearbeitet werden

Bearbeitet werden können zum Beispiel Verhaltenstendenzen, die durch Angst ausgelöst werden. So klagte etwa ein Seminarteilnehmer über Konfusionsreaktionen und Angstzustände in hektischen Situationen. Sobald mehrere Aufgaben auf einmal auf ihn einstürzten oder er sich schnell entscheiden musste, verlor der Geschäftsführer den Überblick, geriet in Panik, wurde kopflos oder zog sich zurück, wie er im Vorgespräch berichtete. Während des Boxens zeigte er laut Hoffmann ähnliche Reaktionen: Er hyperventilierte und vergaß jede Technik. Hoffmann brachte ihm bei, Ruhe zu bewahren und gezielte Schläge zu platzieren. Unter dem dosierten, aber fordernden Schlaggewitter des Coachs lernte er, an den gelernten Techniken festzuhalten und zielgerichtete Treffer zu landen.

Eine andere Lektion hat Otto-Manager Bock bei Hoffmann gelernt. Er merkte im Boxring: „Ich habe nicht richtig zugeschlagen. Ich würde gerne mehr durchziehen.“ Er beschloss, zusätzlich zu dem Führungskräfteseminar ein Einzel-Coaching zu absolvieren. Bei diesem boxte er sechs Runden à drei bis fünf Minuten mit dem Coach. „Das war sehr anstrengend und ging konditionell an die Grenze“, berichtet er. Danach habe er aber für sich erkannt: „Ich bin nicht der große Schläger, aber ich habe Disziplin und Nehmerqualitäten. Ich kann mich also darauf verlassen, dass ich über die Zeit zu meinem Ziel komme.“

Solche Selbsterfahrungen im Ring lösen bei manchen Teilnehmern Lust auf mehr aus. „Viele entdecken über das Box-Coaching den Sport für sich“, schildert Hoffmann. Die gleiche Erfahrung hat Alfred Gehlen gemacht. Oft entscheiden sich Teilnehmer, die von ihm kreierte Kampfsporttechnik richtig zu erlernen. Bei Volkswagen hat sich sogar eine eigene Betriebssportgruppe gegründet, in der sich ehemalige Teilnehmer treffen. „Wir trainieren wöchentlich und sind immer zwischen 20 bis 30 Personen“, berichtet Achim Cirksena, After Sales-Manager bei dem Wolfsburger Automobilkonzern.

Bilder aus dem Training tauchen wieder auf

Cirksena, der seit vielen Jahren Taekwondo praktiziert, hat bereits an zwei Seminaren von Alfred Gehlen teilgenommen. „Mir war der Kampfsport nicht neu. Aber mir war neu, mein Verhalten dabei zu beobachten und in das Berufsleben zu übertragen“, erklärt er. „Ich habe in dem Seminar den geistigen Transfer gelernt.“ Vorher, so berichtet der Manager weiter, habe er sicher auch unbewusst Disziplin und Respekt aus dem Kampfsport mit in den Beruf genommen, im Vordergrund stand aber eindeutig der Sport. Heute hat er im Job häufiger Szenen aus dem Kampfsport vor Augen, etwa dann, wenn es zu Konflikten kommt. Cirksena: „Ich rufe mir dann zum Beispiel ins Gedächtnis, dass ich zurückweichen kann und dass das in vielen Situationen auch in Ordnung ist. Gleichzeitig bin ich mir dann aber bewusst, dass ich so keine richtigen Treffer landen werde.“

Um möglichst viele Botschaften fürs Berufsleben zu transportieren, nutzt Gehlen verschiedene Szenarien. Beim Gang durch einen dunklen Park werden die Führungskräfte zum Beispiel von Angreifern aus dem Hinterhalt überrascht. „Wenn man nicht weiß, was auf einen zukommt, klopft einem das Herz bis zum Hals“, erinnert sich Volkswagen-Manager Cirksena an das Szenario. Bei dieser Übung zeige sich, wie ein Mensch in Extremsituationen reagiere, dem einen würden die Tränen in die Augen steigen, ein anderer werde regelrecht wild.

Ein anderes Szenario: Es gilt sich gegen vier Angreifer gleichzeitig zur Wehr zu setzen. Am Ende des zweitägigen Kurses schlagen sich die Teilnehmer laut Gehlen dabei meist schon recht beachtlich. Die Situation erinnere an eine anstrengende Gremiumssitzung: „Hat man einen Angreifer abgewehrt, springt einem gleich der nächste an den Hals.“ Und eine Übung darf natürlich auch nicht fehlen: Zum Seminarabschluss schlagen die Führungskräfte das obligatorische Brett mit der Handkante durch. „Auch das ist allein eine Frage von Konzentration, Selbstvertrauen und der richtigen Technik“, erklärt Gehlen.

Draufgänger lernen sich zurück zu nehmen

Mit auf den Weg gibt der Taekwondo-Großmeister seinen Teilnehmern am Seminarende auch noch einige markante Sprüche: „Es ist allein die Angst vor dem Verlieren, die im Wettkampf zum Scheitern führt.“ Oder: „Zu viel Überlegen stärkt die Zweifel.“ Ähnlich klingt es bei Boxtrainer Hoffmann: „Wer nicht riskiert, abgelehnt zu werden, wird auch nicht respektiert.“ Und: „Wer wagt, nach außen zu kämpfen, hört auf, sich selbst anzugreifen und Energien zu verschleudern.“

Je nach Veranlagung des Teilnehmers kann die Botschaft aber auch genau in die andere Richtung zielen. Wenn in Gehlens Seminar etwa ein Manager in den Übungen von den anderen regelrecht gefürchtet wird, ist das ein Signal, dass sich der Betreffende zurücknehmen muss, sagt er. Hoffmann stimmt zu: „Es gibt unkontrollierte Angreifer, die kopflos boxen. Ohne Rücksicht auf die komplexe Situation schalten sie den Vorwärtsgang ein und behalten den auch auf jeden Fall bei.“ Hoffmann hat einmal mit einem Vorstandsvorsitzenden geboxt, der die Menschen um sich herum ständig unter Druck gesetzt hat, ohne dass er sich dessen bewusst war. Beim Boxen habe er gelernt, sich zurückzunehmen und auch einmal zu schauen: Wie schlägt der andere? In welcher Verfassung ist er gerade?

Noch ausdrücklicher auf die eher leisen Botschaften des Kampfsports bauen die Aikido-Seminare des ZWW-Leiters Peter Schettgen. Die defensive japanische Selbstverteidigungstechnik – in deren klassischen Version übrigens keine Wettkämpfe ausgetragen werden – halte für Manager einiges Lehrreiches bereit, ist er überzeugt: „Unter Führungskräften herrscht eher zu häufig als zu selten das Credo: Ich muss mich immer durchsetzen. Aber Kämpfen um jeden Preis ist nicht sinnvoll. Ich muss viel mehr die innere Freiheit haben, in jeder Situation neu zu entscheiden, was ich tue.“

Das Verhaltensrepertoire wird erweitert

Normalerweise, erklärt Schettgen, reagieren wir in herausfordernden Auseinandersetzungen mit Fight, Flight oder Freeze. Heißt: Wir greifen an, flüchten oder blockieren. „Aikido bietet eine gute Möglichkeit, das Verhaltensrepertoire zu erweitern.“ Dazu lernen die Seminarteilnehmer zuerst, bei einem Angriff Ruhe und Gelassenheit zu bewahren. „Es geht um die Fähigkeit, sich bewusst für eine Reaktion entscheiden zu können“, erklärt Schettgen.

Die direkte körperliche Konfrontation, bei der der Angegriffene reagiert statt agiert, wird beim Aikido daher vermieden. Wird der Aikido-Kämpfer angegriffen, dreht er sich um 180 Grad zur Seite, der Schwung des Gegners geht ins Leere. Für viele Manager stellt dies bereits ein Schlüsselerlebnis dar, das übertragen in das Berufsleben zum Beispiel bedeuten kann: Auf einen verbalen Angriff besser eine neutrale Frage stellen, statt gleich dagegen zu poltern. „Es fühlt sich ganz anders an, ob man mitten in einen Konflikt reingeht oder sich seitlich dazu stellt“, bestätigt Wolfgang Pachali, ehemaliger Seminarteilnehmer und Geschäftsführer einer Werbeagentur. „Das sind Erfahrungen, die lange im Gedächtnis bleiben.“

Auch die Kampfsport-Trainer sind überzeugt, dass es gerade die nachhaltigen Erfahrungen aus den Kampfsituationen sind, die ihre Angebote wirksam machen. Boxexperte Hoffmann macht aus diesem Grund Schlüsselszenen im Seminar mittels Ankertechniken aus dem NLP abrufbar. „Wir haben eine Geste vereinbart, die ich mit bestimmten Aha-Erlebnissen aus dem Coaching verbinde“, berichtet Otto-Manager Bock. Mit dieser erinnert er sich selbst immer wieder daran, dass er jeden Tag für seine Werte kämpfen will. Die haben aber so gar nichts Martialisches an sich. Sie lauten: Freiheit und Freude.

ANDREA BITTELMEYER

 

Lektionen des Kampfsporttrainings

Die Parallelen, die zwischen Kampfsport und Berufsleben gezogen werden können, sind vielfältig. Und jeder Seminaranbieter legt etwas andere Schwerpunkte beim Transfer der Lerninhalte. Häufig genannt werden aber folgende Lektionen:

Angst überwinden

Im Boxring oder im dunklen Park lernen Führungskräfte, trotz Angst einen kühlen Kopf zu bewahren und die gelernten Techniken anzuwenden.

Strategisch denken

Wild nach vorne zu rennen ist keine gute Strategie beim Kampfsport. Es gilt vielmehr, die Situation genau zu analysieren und dann die passende Technik zu wählen.

Konsequent handeln

Wer sich beim Kampfsport für eine Taktik entschieden hat, muss diese konsequent durchziehen. Anderenfalls hat er keine Chance.

Selbstdisziplin

Wer bei einem Angriff von Wut überwältigt wird oder im Boxring an die Grenzen seiner Kondition kommt, lernt im Training sich in Selbstdisziplin zu üben.

Konfliktmanagement

In Konfliktsituation und direkten Konfrontationen handeln die meisten Menschen nach eingefahrenen Mustern. Der Kampfsport zeigt ihnen weitere Handlungsmöglichkeiten auf.

Mut

Wer beim Kampfsport siegen möchte, braucht den Mut, nach vorne zu gehen. Sonst wird er nie einen richtigen Treffer landen.

Selbstverantwortung

Beim Zweikampf ist der Übende ganz auf sich allein gestellt und kann sich nicht verstecken. Er muss sich eine Strategie überlegen und diese auch durchziehen.

Respekt
Im Kampfsport geht es darum, den Angreifer genau zu beobachten und einzuschätzen. Wer denkt, das nicht nötig zu haben, wird zwangsläufig scheitern.

Konzentration

Um die Techniken beim Kampfsport auszuführen, ist äußerste Konzentration nötig. Schließlich müssen Ausführung und Timing der neu gelernten Techniken stimmen.

Effizienz

Die Bewegungen beim Kampfsport müssen sitzen. So hilft es beim Boxen zum Beispiel nicht, wild vor dem Gegner herumzufuchteln. Dabei spielt allein schon die Kondition nicht lange mit.

 

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